Nutzung von Akten der Wiedergutmachungsämter von Berlin

Ab dem 1. Oktober 2017 gilt für die Akten der Wiedergutmachungsämter von Berlin (Archivbestände B Rep. 025-01 bis -09) ein neues Benutzungsverfahren.

Als personenbezogene Unterlagen unterliegen die Archivalien gemäß § 9 Absatz 3 des Archivgesetzes des Landes Berlin (ArchGB) vom 14. März 2016 einem besonderen Schutz. Das Schutzbedürfnis bezieht sich auf die als „geschädigt“ benannte Person.Die Schutzfrist endet:

  • 10 Jahre nach Tod, oder
  • 100 Jahre nach Geburt (bei unbekanntem Todesdatum), oder
  • 70 Jahre nach Schließung der Akte bei unbekannten Lebensdaten.

Benutzerinnen und Benutzer erhalten daher für diesbezügliche Bestellungen ein spezielles Formular, auf dem Sie bitte zusätzlich zur Bestellsignatur den Namen und ein Lebensdatum der geschädigten Person angeben. Häufig – jedoch nicht immer – sind entsprechende Daten in der WGA-Datenbank aufgeführt.

Soweit die Lebensdaten innerhalb der oben genannten Schutzfristen liegen oder dazu keine Angaben gemacht werden können, ist die Akteneinsicht erst nach einer Verkürzung der Schutzfristen möglich.

Als Direktnutzer/in geben Sie den Bestellantrag bitte zusammen mit Ihren Bestellscheinen persönlich beim Lesesaalservice ab. Nutzen Sie damit auch die Möglichkeit, umgehend Auskunft über das weitere Verfahren zu erhalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Hinweisen zum Thema „Schutzfristen“ auf der Webseite des Landesarchivs (hier auch: Antragsformulare für die Schutzfristenverkürzung) sowie der WGA-Datenbank (Rubrik „Bestellhinweise“).

Datenbanknutzerinnen und –nutzer können alle Anträge auch auf elektronischem Wege ausfüllen und übermitteln.